AB GALLERY LUZERN
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Die «heiligen Elemente» (Erde, Feuer, Wind, Wasser) werden im Westen oft mit der altgriechischen Philosophie und Mythologie verbunden. Tatsächlich hat Fereydoun Ave, einer der Pioniere der zeitgenössischen iranischen Kunstszene, in den letzten Jahren viel Zeit auf einer griechischen Insel verbracht, wo der Wind einen konstanten Begleiter darstellt. Ausserdem widmet er sich dem Qi Gong, durch das der Atem zu „Wind wird“- diese Form der Meditation sowie intensive Wetterbeobachtungen stellen die Basis der „Wind“ Serie dar. Für Ave stellt der Wind das Element dar, welches am schwierigsten zu greifen und wiederzugeben ist – obwohl der Wind stets fühlbar ist, hinterlässt er doch nur einen flüchtigen Abdruck seiner Präsenz bevor er weiterzieht. Der Wind ist vielleicht auch das Element, das Ave, der sich vor seiner Rückkehr zu seinen verschiedenen Heimaten in Iran, Frankreich und Griechenland, frei zwischen Städten, Kulturen und Kunstströmungen bewegt, am stärksten verkörper.
Aves Arbeiten rufen Erinnerungen an das Werk seines Mentors Cy Twombly hervor, zeichnen sich jedoch durch einen weicheren, flüchtigeren Stil aus. In allen Kompositionen scheinen sich kleine Teile zu öffnen, die sich auf sich selbst zurückwerfen während neue Farbpigmente erscheinen und verschwinden. Der Effekt ist der eines Zephirs in Bewegung. Oder vielleicht besser beschrieben im Sinne der Araber - der Wind als eine Metapher für die Seele selbst.