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Pooya Aryanpour - Ereignisse und Vorkommnisse, die ihre eigene Logik haben, sind Unfälle, die ich in meinem Werk sichtbar mache und durch die ich eine neue Facette meiner selbst kennenlerne. Vor Jahren, als ich in die Hochschule eintrat, malte ich, um so der profanen akademischen Atmosphäre des Bildungssystems zu entfliehen. Ich verstand jedoch nicht die Relevanz, welche die unterrichteten Fächer für mein Alltagsleben haben. Ich wählte danach eine Kunstakademie, was den Anfang meiner Reise in die Welt der Kunst kennzeichnete; eine Welt, in der ich lernte, mich selbst zu entdecken. Anfangs waren meine Arbeiten ein Zusammentreffen von Farben, Texturen und Licht. Der Pinsel sowie Acryl- und wasserlösliche Farben waren und sind noch immer mein Werkzeug und die Mittel meiner Wahl, denn Sie ermöglichen mir eine größere Bandbreite der Interpretation und schnelleres Arbeiten.
Danach beschränkte ich mich bei meinen Arbeiten auf zwei Farben und meine rote Phase kennzeichnete den Anfang der Verwendung von Weiß in rhythmischen Strichen über ein völlig künstliches Rot. Weiß ist eine fließende und neutrale Farbe, die kein Urteil abgibt und mit jeder Farbpalette harmoniert. Meine Muster basieren auf einer einzigen Quelle und stellen nicht die optischen Details des Lebens dar. Stattdessen stellen sie nur seine philosophischen Interpretationen dar, die weitaus interessanter sind als das Narrative. Meine schwarze Phase folgte und meine formalen Entwicklungen und Formen, die von der Kalligraphie und der Flora beeinflusst sind, bedeckten die Flächen meiner großen Leinwände in transparent-weißen Strichen. Andere Farben – Mitternachtsblau, Kastanienbraun, Tannengrün – begannen aufzutauchen und, in der scheinbar chaotischen Destruktion des Hintergrunds, nahm eine stille und geduldige Existenz Formen an.
Ich beginne jedes Stück mit einem Klang; es kann der Klang eines fallenden Blattes sein. Jede Arbeit erfordert seine eigene Logik und seine eigenen Richtlinien. Es muss einzigartig sein und seinen eigenen Gesetzen folgen. Ich weiß, ein Werk ist vollständig, wenn es seine Eigenständigkeit findet. Ab diesem Moment verberge ich lieber meine eigenen Absichten und ermögliche es den Betrachtern, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen. Ich möchte, dass ihre Schlussfolgerungen den Vorgang ebenfalls mit einem Klang beenden – dem Klang von weiteren Fragen.